Wohnen mit Demenz

Opa

Alternative Wohnformen rücken immer mehr in den Mittelpunkt der Altersvorsorge

Die neuesten Zahlen über die Entwicklung dementieller Erkrankungen (http://www.alz.org/de/was-ist-demenz.asp), vorgelegt im Pflegereport der Barmer GEK, lassen nicht nur aufhorchen, sondern sind mehr als erschreckend. Nicht nur, dass die inzwischen bekannte Überalterung der deutschen Bevölkerung an sich schon ein enormes Problem hinsichtlich der Finanzierung zukünftiger Renten darstellt. Nun wird auch noch deutlich, dass die Pflege altersverwirrter Menschen in Deutschland und die damit verbundenen Pflegemaßnahmen zu einem erheblich ansteigendem Kostenfaktor werden wird.

Derzeit leben in Deutschland mehr als 1,2 Millionen an Demenz erkrankte Senioren. Gemessen an einer Einwohnerzahl von 82 Millionen sind das annähernd 1,5% aller Deutschen. Doch: 29 Prozent der männlichen und sogar 47 Prozent der weiblichen Senioren, die in 2009 im Alter von über 60 Jahren verstarben, waren an einer Form der Demenz erkrankt. Mit anderen Worten: Beinahe jeder dritte Mann und jede zweite Frau!

Ohne Rücksicht auf die Tatsache, dass in ländlichen Regionen wie z.B. dem Harz der Anteil an Senioren im Vergleich zur Einwohnerzahl erheblich höher ist als der in Städten wie Hamburg oder Berlin, muss allein für den Landkreis Osterode mit annähernd 1200 an Altersverwirrtheit erkrankten Mitmenschen ausgegangen werden. In den nächsten 20 Jahren prognostizieren die Wissenschaftler des Zentrums für Sozialpolitik der Universität Bremen ( ZeS ) jedoch einen noch deutlicheren Anstieg der Demenzkranken auf 1,8 Millionen und bis 2060 wird sich der Anteil der Betroffenen auf 2,5 Millionen erhöhen, was einer Steigerung der Erkrankten innerhalb von 50 Jahren um das Zweieinhalbfache entspricht.

Mehr als jeder Dritte muss demnach im Verlauf seines Lebens mit einer Demenz rechnen!

Nach BARMER GEK Vorstand Dr. Rolf- Ulrich Schlenker stoßen wir damit in eine neue Pflegedimension vor und es bedarf einer tragfähigen Lösung für die Pflege von morgen. Zwar sei eine Demenzerkrankung nicht sofort mit Pflegebedürftigkeit verbunden, so Studienleiter Professor Dr. Heinz Rothgang, doch mit der Demenzdiagnose verfierfache sich die Wahrscheinlichkeit, noch im selben Quartal als pflegebedürftig eingestuft zu werden. Gerade einmal 10 Prozent der im Jahr 2009 verstorbenen Dementen waren nicht pflegebedürftig. Damit steht fest, dass über weitergehende Finanzierungsmodelle gesprochen werden wird.

Bundesgesundheitsminister Phillip Rösler geht davon aus (Stand 12. Dez. 2010), dass die Finanzierung der Pflegekosten über höhere Beiträge der Pflegeversicherung dabei eine adäquate Lösung darstelle. Eine angemessene Anpassung der Beiträge dürfe also dabei kein Tabu sein.

Sprechen wir wieder einmal von einer Reform, wie wir es inzwischen aus den Bereichen Gesundheit und Steuern kennen? Kennen unsere Politiker eigentlich nur einen einzigen Weg, sich mit gesellschaftspolitischen Themen und Problemen auseinander zu setzen? Oder könnten nicht auch alternative Wege eingeschlagen werden, die an Demenz erkrankte Menschen nicht nur als Kostenfaktor betrachten?

Die Kosten für die Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen werden steigen, so viel steht fest. Zumindest, wenn man sich nicht selbst um eine Alternative kümmert. Der Weg aus dem Pflegenotstand heißt Wohngemeinschaft für Demenzkranke. Doch wie können an Demenz erkrankte Menschen eine Wohngemeinschaft gründen? Dieses Portal soll nicht nur dabei helfen, die Gruppen zu bilden, die für eine Gründung einer „Demenz-WG“ notwendig sind, sondern auch bei der tatsächlichen Umsetzung.

Demenz

6 Schritte zu einer erfolgreichen Demenz- WG

DIE HÄLFTE ALLER AN DEMENZ ERKRANKTER MITBÜRGER WÜRDE GERN IN EINER WG WOHNEN

Laut neuesten Erhebungen leben allein in Deutschland zurzeit etwa 1,25 Millionen an Demenz oder Alzheimer erkrankter Mitbürger. Aus den gleichen Studien geht hervor, dass die Tendenz steigend und damit zu rechnen sei, dass in absehbarer Zeit jeder zweite Deutsche ab einem Alter von nur sechzig Jahren von dieser schweren Krankheit betroffen sein könnte.

Einer Umfrage zu folge sind mindestens die Hälfte aller Betroffenen sehr gern bereit, in eine Wohngemeinschaft umzusiedeln, anstatt in einem Pflege- oder Seniorenheim untergebracht und beinahe sämtlicher Freiheitsrechte beraubt zu werden, was oft einer weitgehenden Entmündigung in nichts nachsteht. Und das soll das Ende eines arbeitsreichen Lebens sein?

Mit diesem Portal möchte ich Ihnen dabei helfen, für Ihre Angehörigen Wohngemeinschaften zu bilden, ohne dabei in einen kostspieligen Konflikt mit dem Heimrecht in Berührung zu kommen. Denn das war in den vergangenen 12- 15 Jahren der ausschlaggebende Grund, warum kaum eine so genannte „Demenz-WG“ bisher erfolgreich umgesetzt werden konnte. Erfahren Sie hier mehr über die 6 Schritte zu einer erfolgreichen Gründung einer WG für Ihre/n an Demenz erkrankte/n Angehörige/n.

  1. Das persönliche, vertrauliche Gespräch
  2. Die Gründung einer Angehörigen- Gruppe
  3. Das Auswahlverfahren
  4. Die Wohngemeinschaft ist vollständig
  5. Die passende Immobilie ist gefunden
  6. Mobile Pflegedienste, Versicherungen, Hausverwaltungen

Erik

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